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Wo kommen wir her, wo gehen wir hin?

In diesem Blog mache ich mir Gedanken über das Mensch sein. Die Geschlechterdefinition, unsere Rechte und Pflichten auf unserem Planeten, genauso wie moralische Ansichten.

Gedanken über unser Sein interessiert mich brennend. Gerade die Geschlechterfrage hat mich schon im Februar dazu bewogen meine Gedanken aufzuschreiben.

13. Februar 2019

Was sind wir?

Ich bin Mensch, eine Frau, durch und durch glaub ich. Mit allem ausgestattet was dazu gehört. Natürlich auch mit den unangenehmen. Menstruationsbeschwerden waren fast noch das kleinste Übel. Endomethriose war die Diagnose nachdem ich schmerzen im Unterleib verspürte die nicht zu ertragen waren. Das Frau sein ist mir in diesen Zeiten manchmal wirklich "verleidet". Zwei Operationen habe ich hinter mir und der Kinderwunsch musste ich nach neuerlichen Koliken verwerfen. Medikamente beziehungsweise Gelbkörperhormone lösten mein Problem. Die Unerträglichen Schmerzen weg aber auch die Möglichkeit auf gut Glück noch Kinder zu bekommen musste ich begraben.

 

In meinem Beruf in dem ich über dreissig Jahre gearbeitet habe, stellte sich die Geschlechtsfrage auch immer. Der Mensch besteht nicht nur aus weiblichen sondern auch aus männlichen Hormonell beeinflussten Teilen. Da die Haare das bestimmende Material der Coiffeuse ist, gehört die hormonelle Beeinflussung natürlich dazu. Gerade bei Frauen macht sich nach den Wechseljahren die Hormonelle Umstellung bemerkbar. Das "männliche" in der Frau nimmt zu und so kommt es oft vor, dass sich auch bei ihr, die männlichen Übel bemerkbar machen. Die Kopfhaare werden dünner, dafür wächst oh je, der Oberlippenbart und die Stimme kann sich senken.

Wer ist eine Frau und wer ein Mann und Die dazwischen?

Die Natur hat Weiblein und Männlein erschaffen. Dies vorwiegend zur Fortpflanzung, denke ich. Bestimmend für das Geschlecht ist das Chromosom X. XX ist also weiblich. Die Natur fügte dann noch ein Y bei. XY ist männlich (Böse Zungen behaupten jetzt, dass könne man nicht so schreiben, es tönt wie der Mann aus der Frau erschaffen wurde, mir egal). So viel habe ich auch verstanden. Aber die Natur ist kreativ und lässt nicht nur diese beiden Geschlechtsvarianten zu. Wie es genau ausschaut will und kann ich nicht beschreiben, bin ja schliesslich keine Genforscherin.

Wer denkt alles andere ist krank, weil die Natur nur die Fortpflanzung anstrebt und dies voraussetzt, dass es immer ein Männchen und ein Weibchen braucht, irrt. Es gibt Lebewesen (dazu zähle ich auch Pflanzen) die als Zwitter durchs Leben gehen. Eigentlich Stress frei, denn sie sind nicht ständig auf der Suche nach dem anderen Geschlecht. Es geht aber auch da um das Weiterbestehen.

 

Die Hanfpflanze ist ein gutes Beispiel zu sehen, dass die Natur über, für uns Menschen kaum vorstellbare, Intelligenz verfügt. Bei ihr gibt es Männlich und Weiblich. Der Mensch hat sich vorallem die weibliche Pflanze zu Nutze gemacht. Das Harz hat viele Wirkstoffe die zum Teil durch Züchtung noch gesteigert wurden. Die Diskussionen und die Folgen kennen wir ja. Wer das Harz also nutzen will hegt und pflegt nur Weibchen und siehe da die Pflanze fängt an zu zwittern und produziert Sämchen. Doof? Nein doch einfach nur genial!

 

Also gibt es nicht nur einfach männlich und weiblich, sondern die Frage ist eher wieviel von beidem steckt im jeweiligen Lebewesen.

 

 

26. Oktober 2019

Wer hat das Recht zu bestimmen?

Mich bewogen, zu diesem Thema zu schreiben hat mich damals die Frage der Intersexuellen Frauen in der Leichtathletik allen voran Caster Semenya. Dürfen diese Frauen starten? Sie haben ihre Disziplinen dominiert. Natürlich wegen ihres erhöhten Testosteron Spiegels. Nein, das ist nicht fair befand der IAAF. Alle Bemühungen seitens Semenya nützten nichts. Die Forderungen des Verbandes, hormonell den Testosteronspiegel zu senken wollte sie nicht. So war sie also nicht dabei an der WM in Doha wie noch viele andere Intersexuelle. Das Thema zog sich jedoch an diesen Tagen dennoch durch die Medien. In einem Dokumentarfilm wurde gezeigt, dass es Frauen gab die, wenn sie noch Spitzensport betreiben wollen, sich einer Operation unterziehen müssen. Hierbei erzählten zwei Frauen ihre Geschichte. Sie gaben dem Druck nach und liessen den Eingriff zu. Die Folge fatal, wie sich herausstellte. Sie wurden danach einfach alleine gelassen. Mit allen medizinischen und psychischen Folgen. Keine der Frauen konnte an die Leistungen von vorher anknüpfen. Genau, das war ja auch das Ziel, denn sie waren ja auch hoch bevorzugt. Aber leider ist auch nicht Nachvollziehbar wie gut sie in ihrem Sport als „reine Frau“ gewesen wären den sie wurden noch mehr eingeschränkt. Physische wie psychische Auswirkungen der Operation lassen den Spitzensport gar nicht mehr zu. Osteoporose nur eine Nebenwirkung. Leider war für mich in der Dokumentation dieses Problem zu wenig ersichtlich. Diese Frauen kamen aus den ärmsten Ländern der Welt. Ihre Hoffnung und der eines ganzen Dorfes, der Spitzensport! Nun sind sie eingeschränkt und wahrscheinlich sogar in „normalen“ Tätigkeiten. Alleine und wohl irgendwann vergessen. Zuweilen feiern andere Stars ihre Dominanz. Zum Beispiel im Kunstturnen und noch wird dies nicht hinterfragt, mit welchen Mitteln und ob gerecht!

 

Kürzlich sah ich eine Reportage über Transkinder. Schon früh fühlen solche Kinder sich im falschen Körper. Wohlverstanden dies sind keine Intersexuellen. Sie wurden Anatomisch nach dem „Bauplan Männlein Weiblein“ geboren. Es tut den Kinder gut sich ihre Träume zu erfüllen. Vor nicht allzu langer Zeit gab es riesen Diskussionen über eingriffe bei Intersexuellen Kindern, hier entschieden einfach die Eltern welches Geschlecht diese Kinder erhalten sollten. Dies wurde kritisiert auch zu Recht. Aber es war auch nie die Frage was das Kind wolle. Natürlich, erfolgen diese Eingriffe als Säugling, können sie sich ja auch noch nicht äussern. Die Antworten waren immer dieselben. Die Pubertät wird einfacher, wenn sie sich der Geschlechterfrage nicht unterziehen müssen. Einige Betroffene bekundeten mit diesen Praktiken Mühe, verständlich.

 

Mensch ist ein Individuum, dass heute nach Ansichten selber entscheiden kann was und wer es sein möchte. Die Natur wird mehr und mehr ausgespielt. Die ganzen Diskussionen zeigen doch, dass wir nicht bereit sind uns den natürlichen Umständen zu beugen. Wir bestimmen trotz Ethik was ist Krank und was Gesund. Was ist normal und was Abartig. Wir bestimmen das Leben entstehen zu lassen oder auch nicht. Wir wollen allen das Leben ermöglichen, dass sie sich wünschen. Gleichzeitig hat aber das von der Natur vorgesehen kaum Platz in unserer geistigen Vorstellung. Die Natur ist einfach zu kompliziert um uns anzupassen. Vielleicht sollten wir lernen gerade die Kinder einfach ihre Bedürfnisse ausleben zu lassen ohne gleich geschlechtliche Massnahmen zu ergreifen. Ich meine damit, uns nicht Tagtäglich mit der Geschlechterfrage auseinanderzusetzen sondern einfach Mensch sein.

Ich weiss ich kann leicht reden bin eine Frau auch Hormonell als solche dominiert und zudem habe ich keine Kinder… Bald geht’s weiter.

 

10. November 2019

Ehe für Alle

Die evangelische Kirche streitet sich. Sind nun Homosexuelle Menschen, Gott gewollt oder nur eine Kreation unserer Gesellschaft.

-Hier zum Verständnis kurz meiner religiösen Gesinnung. Ich bekenne mich als gläubige aber sehr freiheitsliebende Person. Die Welt ein bisschen zu verstehen und auch zu lernen, akzeptieren was passiert, hierzu hat mir der Glauben geholfen. In einer Gegend aufgewachsen zu sein wo die religiösen Werte christlich sind habe ich auch mein Glaube auf dem aufgebaut, das heisst aber nicht, dass ich alles Wort wörtlich nehme oder auch andere religiöse Gesinnungen ausser Betracht ziehe. Zudem hat ein kleines Taschenbuch eines Onkologen mit dem Titel: „Warum lässt Gott das zu“ mich sehr überzeugt. Er sah Gott vielleicht mit etwas anderen Augen. Gott liebe alle Menschen ja sicher einfach alles auf der Welt. Wer liebt stellt keine Forderungen, bedingungslos! Also er akzeptiert sogar wenn er es für unrecht hält. Er liebt muss auch andere Meinungen akzeptieren, denn Gott ist kein Diktator. Gottes Wort ist doch einfach LIEBE und da muss jeder ansetzten oder?-

 

Also streiten sich hohe Kirchenmänner und sicher auch Frauen ob eine gleichgeschlechtliche Ehe Gottes Wille sei und was der Satz heisst: Vor Gott sind alle gleich. Die Antwort ist hiermit schon gegeben. Auch habe ich meine Ansichten ja schon im Text oben erklärt.

Während die katholische Kirche mit ihrer homosexuellen und pädophilen Geschichte aufräumen muss, wird es wohl bei den evangelischen Pfarren so sein, dass sie selbst entscheiden ob sie einer gleichgeschlechtlichen Beziehung den Segen geben wollen.

 

Auch von Gesetzes wegen dürfen wir nun abstimmen. Die Ehe für alle kommt vors Volk. Endlich und richtig so. Gleichberechtigung heisst doch das Zauberwort. Nun gehen aber die Meinungen auch da auseinander. Auch hier spielt Gott eine Rolle schliesslich sind unsere Gesetze nach christlichen Werten aufgebaut. Keine Wiederrede liebe Atheisten.

 

Da wird doch tatsächlich behauptet, dass die Menschheit ausstirbt also auch Schwule und Lesben weil die Fortpflanzung nur mit Mann und Frau möglich ist. Natürlich und logisch. Es hört sich aber fast so an als würde es bei der Ehe für alle zukünftig nur noch Homosexuelle geben, denn nur so kann ich mir vorstellen, dass die Menschheit deswegen ausstirbt. Unsere Spezies zählt zurzeit fast 8 Milliarden, Tendenz steigend und so ist es vielleicht Gottes Wille oder nennen wir es ein bisschen neutraler von der Natur bestimmt, dass nicht jede und jeder Kinder kriegt. Menschen besitzen die Fähigkeit sich das ganze Jahr fortzupflanzen, dies wohl auch durch die Evolution. Wir haben uns einen Lebensraum geschaffen (zum Beispiel mit bauen von Hütten) der die äusserlichen Bedingungen ausblendet. Zudem wollen wir die Sexualität auch einfach geniessen ohne dabei jedesmal ein Kind kriegen zu wollen. Dies zu umgehen ist heute kein Problem. Es gibt genügend Verhütungsmittel mit der wir heute unsere Fortpflanzung kontrollieren. Mit allen Mitteln gegen die Natur. Auch umgekehrt wir wollen uns ihr nicht beugen sollte sie für uns keine Kinder vorgesehen haben. Schon sind kaum mehr Grenzen gesetzt was unser Fortpflanzungstrieb angeht. Da meldet sich nun mein Herz, mein wohl konservatives Herz. Ich bin wohlbehütet bei meinen biologischen Eltern aufgewachsen. Ich bin aus ihrem Holz geschnitzt und immer mehr glaube ich in mir Züge zu sehen allem voran meines Vaters aber auch meiner Mutter. Nun da ich medizinisch nicht abhängig von meinen biologischen Eltern war, weiss ich dies nicht mit Sicherheit. War mein Vater den wirklich mein biologischer Erzeuger und meine Mutter, vielleicht ist sie es gar nicht. Ich könnte ja im Spital vertauscht worden sein. Wohl aber schon, weil ich denke Menschen spüren halt ihre Wurzeln doch.

Noch gar nicht so lange da war plötzlich das Thema Samenspende heiss diskutiert. Haben Kinder das Recht zu wissen wer ihr biologischer Vater ist und wieso haben sie überhaupt das Bedürfnis? Sollte dem entsprechend die anonyme Samenbank verboten werden? Mein Herz sagt mir ja, denn Ethisch gesehen ist es falsch Männer als Fortpflanzungsmaschinen zu missbrauchen und sie ihnen dann den Kindern noch vorzuenthalten. Auch bei der Adoption sagte mein Herz nein, deshalb haben wir das nicht in Erwägung gezogen. Für mich hätte das Kind ein Recht zu wissen woher es wirklich kommt. Eine Adoption im kleineren Umfeld ist ja meist nicht möglich und daher entstehen Distanzen. In vielen Dokumentationen wurde gezeigt mit welchen Verlusten zu rechnen sei und oft ist es eine Identifikation-Krise die nicht leicht zu überwinden ist. Für mich kaum vorstellbar und ich würde es nur schwer verkraften. Mein Verstand sagt mir aber ich habe nicht das Recht über andere Wünsche zu entscheiden. Männer sind aber bei uns definitiv benachteiligt in dieser ganzen Geschichte und zwar nicht nur Schwule, denn wollen sie ein Kind gibt es bei uns keine erlaubte Möglichkeit. Kann also die Partnerin keine Kinder kriegen (bei Schwulen erübrigt sich dies ja ohnehin) ist das Thema gegessen, denn Leihmutterschaft ist in der Schweiz verboten. Eigentlich müssten wir uns ja nun auch hier öffnen. Warum ist das Eine gestattet, das Andere nicht? Vielleicht weil doch ethisch Grenzen gesetzt werden müssen. Der Vater ist also nicht immer der biologische Erzeuger aber die Mutter kann nur ihr eigenes Kind austragen. Also Lesben haben diesbezüglich gegenüber Schwulen einen Vorteil da es ja in jedem Fall eine Partnerin gibt die ein Kind bekommen kann.

Wenn also eine Mutter ihr Kind nur für jemand anderes austrägt ist das moralisch nicht vertretbar und deshalb bei uns auch nicht erlaubt, wollen wir doch nicht bei den Frauen auch noch ein emotionales Desaster veranstalten. Hier hätten wir ja jetzt auch die Grundlage, dass nicht jede Mutter die biologische Mutter ist es geht dann mehr in Richtung Adoption ihrerseits. Aber die Forschung geht ja noch weiter schliesslich können ja Eizellen auch eingepflanzt werden und so hat das Kind dann wieder biologische Eltern (geht natürlich nur bei Heteropaaren) obwohl es von jemanden anderen geboren wird. Ja so können also nun alle Kinderwünsche erfüllt werden, lassen wir es zu! Damit wir Frauen mit 60ig Jahren doch noch Kinder kriegen können das wäre nur gerecht denn Männer können ja dies Augenscheinlich auch. Aber liebe Frauen lasst es euch gesagt sein friert in jungen Jahren eure Eier ein damit ihr mit 60ig auch wirklich die leiblichen Mütter seid!

Also eine Heterosexuelle Diskussion über Ethik und Moral! Die schon lange geführt wird und die Homosexuelle höchstens wieder aufs Tapet bringen. Wollen wir Moral? Dann schaffen wir die Menschgemachte Fortpflanzung ab. Sogar das nicht fortpflanzen, da ist die katholische Kirche ja wenigstens konsequent verbietet sie doch eigentlich jegliche Verhütung. Da erübrigt sich ja dann auch die Frage dürfen sich Schwule oder Lesben Kinder wünschen. Dies ist also ein Gesellschaftliches Thema, das meiner Meinung nach, individuell jede und jeder für sich entscheiden muss. Homosexuelle fordern lediglich auch das tun zu dürfen was Heterosexuelle auch dürfen. Wird im Ausland eine Methode gesucht weil sie bei uns verboten ist hat das wiederum nichts mit der Sexuellen Gesinnung zu tun, sondern diese Verantwortung muss selber getragen werden.

 

Nun sind also die Kinder da und es geht weiter. Jedes Kind braucht nicht nur eine Mutter es braucht auch einen Vater. Besser gesagt für das Kindswohl braucht es männliche wie weibliche Bezugspersonen. Finde ich auch! Also nehmen wir eine sehr konservative Familie. Die Mutter zu 100% Hausfrau mit der Einstellung, dass Kinder ihre Mutter voll und ganz brauchen und sie dem Ehemann den Rücken frei halten kann damit er auch genügend Geld nach Hause bringt. Dies fordert ihn zu mehr als 100%. Gut möglich also er kommt erst nach Hause, wenn die Kinder schon schlafen. Wo ist da also die männliche Bezugsperson, wo der Vater? Sind wir nicht gerade mit einer sehr konservativen Grundeinstellung weit weg vom Vater als männliche Bezugsperson? Müsste die Verantwortung also nicht eine Gesellschaftliche Rolle übernehmen? Unser Familienbild ist sehr isoliert. Bei uns will die Familie für sich sein kein einmischen anderer sie will so gelebt sein wie sie es für richtig hält, gebe zu auch ich bevorzuge diese Theorie. Doch eigentlich wäre die Kommune unser naturell. Der Mensch ist ein Rudeltier. In grossen „Familienverbänden“ würden die Kinder automatisch mit verschiedenen Bezugspersonen konfrontiert ohne aus dem Umfeld gerissen zu werden. Kein hin und her schieben wie zum Beispiel bei Scheidungen.

 

Übrigens macht für mich die heutigen Forderungen der Frauen für Gleichstellung es nicht besser. Viele Frauenaktivistinnen fordern nämlich keine Gleichberechtigung sondern die Macht. Ich finde Männer sind heute zum Feindbild schlecht hin geworden obwohl ja endlich nicht nur von Mutterschaftsurlaub sondern auch von Elternurlaub gesprochen wird. Es ist trotzdem kein Tabu, dass Männer in Erziehungs- und Beziehungsfragen den Kürzeren ziehen. Während sich die konservative Seite schwer tut, Männer die richtige Männer sein wollen, in den Berufen der Kleinkindererziehung zu sehen oder am Herd, sehen die Feministinnen oft mal hinter solchen Männern nur den Missbrauch. Gerade für Männer ist es heute sehr schwierig eine wesentliche Rolle als Bezugsperson zu übernehmen. Gerade wenn es um Zuneigung geht. Hier hat schon nur die Frau das Recht und es wird nicht hinterfragt.

 

Da sehe ich nun meine grosse Hoffnung mit der Ehe für alle! Sehen wir die Gleichstellung aus Sicht des Menschen und lassen wir das Geschlecht bei Seite. Ich bin überzeugt dies ist im Sinne Gottes, denn er liebt uns Menschen (und seine ganze Schöpfung) und nicht Mann oder Frau! Wenn er dann noch die ganze Liebe die in einer Lebensgemeinschaft da ist spürt, ist sein Werk vollbracht!

 

Schutz für Homosexuelle

Verbale Attacken und Gewalt an Schwule und Lesben fordert nun Schutz für betroffene. Mit einem weiteren Gesetz wie dem gegen Rassismus, soll diesem Problem Abhilfe geschaffen werden. Da bin ich aber mit denen die das Referendum ergriffen haben einverstanden. Wir wären gesetzlich alle genügend geschützt um solche abartigen Gräueltaten abzuwenden. Doch passieren tut immer etwas und nur vor Konsequenzen haben sich wirkliche Täter noch nie gescheut. So schafft man wieder ein Problem mehr. Vielleicht ein verbaler Ausrutscher der einen, eigentlich friedliebenden Menschen kriminalisiert. Provokation die von der geschützten Seite auch ausgenützt werden kann. Beim Rassismus-Gesetz zum Beispiel finde ich es nicht gerecht, wenn mich einerseits jemand beleidigen darf, weil ich kein solchen Schutz habe anders rum aber angeklagt werde, wenn ich einem Menschen persönlich meine Meinung sage weil er auf seinen Schutz zählen kann. Für mich schürt dies alles nur wieder mehr Unverständnis und hilft im Endeffekt wenig. Denn nur mit Gesetzen können wir Einstellungen und Taten nicht ändern oder verhindern. So werden immer auch die Augen verschlossen, dass anders Farbige, anders Denkende, Schwule und Lesben nicht einfach nur Lieb sind. Auch hier gibt es Menschen die nichts Gutes im Sinn haben. Also öffnen wir doch einfach ein bisschen mehr die Augen und setzen uns ein gegen Gewalt und Ungerechtigkeit. Sollte das Gesetz aber nur zur Vermeidung der Willkür unseres Rechtstaates eingeführt werden, zweifle ich sowieso ob uns Menschen noch zu helfen ist.

 

05. Februar 2020

 

Die Abstimmung meines letzten Titels steht bevor. In meinem Rückblick Wo. 4 schilderte ich meine Haltung betreffend der Abstimmung. Die sich weitestgehend nicht von meinem Text oben unterscheidet. Was ich hierbei noch anbringen möchte ist, mein ungutes Gefühl betreffend Gesinnung. Die Haltungen sind wieder so exorbitant parteibezogen und geben einem das Gefühl bei einem Nein homophob und hinterwäldlerisch zu sein, bei einem Ja zumindest nicht in die Schublade der Nein-Parolen-Parteien gesteckt zu werden.

 

Gleichstellung und Akzeptanz

In Medien bekommen Homosexuelle oder besser gesagt nicht nur Heterosexuelle Plattformen, ihre Erfahrungen und ihre Forderungen preis zu geben. Finde ich gut so kriegt jede(r) die Möglichkeit diese Lebensformen zu verstehen. Ich bemerke aber, dass auch hier oft wenig Toleranz besteht. Sei es auch nur weil sie oft wieder das Gefühl vermitteln immer noch mehr zu wollen. Aussagen wie, „Erst fordern wir die Ehe für alle, dann schaffen wir sie ab.“ zeugen nicht von viel Akzeptanz gegenüber den Werten die bis heute als „normal“ gelten. Aber auch den Rückzug in ihre Community lässt mich manchmal etwas erschrecken. Wollen sie unter ihres gleichen sein oder haben sie keine andere Wahl weil sie in der „normalen?“ Gesellschaft keinen Platz haben.

 

Vielmehr sollte für mich die Gleichstellung einen viel höheren Stellenwert bekommen. Es ist schon richtig mit der Ehe für alle ist es noch nicht getan. Es werden auch hier wohl viele Fragen offen bleiben.

 

Genauer betrachtet müsste gesagt werden, wenn all diese Themen keine Relevanz mehr hätte, weil es einfach „normal“ ist. Wenn kein „Kampf“ mehr bestehen müsste, weil es keinen mehr bräuchte, erst dann könnten wir in jeder Hinsicht von Gleichberechtigung, Gleichstellung und Akzeptanz sprechen. Diesbezüglich braucht es aber alle! Gruppenbildung Gleichgesinnter bildet für mich je länger je weniger den Eindruck einer ausgeglichenen und harmonischen Gleichstellung. Frauen die streiken und Klimaaktivisten vermittelten mit ihren grossen Kundgebungen bei mir eher das Gefühl herrschen zu wollen oder hat jemand versucht mit vielleicht einer etwas anderen Einstellung das Gespräch zu suchen. Wohl kaum und wenn ist es ja untergegangen. Die Kundgebungen dienen ja nicht eine gemeinsame Lösung zu suchen sondern das eigene Anliegen, zu fordern. Tolerant? Also jegliche Art von Versammlungen Gleichgesinnter fördert doch genau die Absonderung und nicht die Suche nach einer Lösung die allen dient. Es unterscheidet sich meiner Meinung nach dann auch nicht von Themen, besser gesagt im Grossen zu agieren stellt meine Werte in den Vordergrund ohne links und rechts zu schauen und ohne die Rücksichtnahme anderer Gesinnungen. Treffen sich die Menschen mit rassistischer oder homophober Gesinnung. kämpfen auch sie für ihre Werte. Auch bei ihren Meinungen quält sie vielleicht eine Diskriminierung. Lächerlich? Ja schon aber auch nicht ganz unbegründet oder? Ist es nicht so, dass das ganze kollektive Geschrei uns alle immer mehr in isolierte Gruppen zwängt. Am Schluss bekommen wir nämlich die Antworten doch nicht um vielleicht eine andere Ansicht verstehen zu können. Es schüchtert ein anstatt eine offene Gesellschaft zu fördern.

 

Ich frage mich schon wo steht Mensch im 21 Jahrhundert. Wie fortgeschritten ist die Wahrnehmung. Wir glauben heute nicht mehr an Geister und Hexen, wir opfern auch nicht mehr unsere eigene Spezies den Göttern. Ist das so? Auf der Suche nach „normal“ will jede(r) Einzelne seine Ansicht für „normal“ in das kollektive Zentrum stellen. Opfern dabei vielleicht Freundschaften oder noch schlimmer Menschen mit anderen Werten. Denn nichts ist schwieriger als sich in ein Kollektiv zu begeben, wo man/frau auch andere Werte vertreten will. Nur das extreme führt zum Erfolg! Nur da hört die Politik hin! Schwimmt jemand in einem auserwählten Kollektiv einmal gegen den Strom wird er/sie in dessen Gemeinschaft oft schon geächtet. Dies sieht die Allgemeinheit nicht. Wir rufen also noch heute die Geister um in einer Gruppe Anerkennung zu gewinnen (schliesslich sind wir ein Rudeltier). Wir opfern immer noch andere Meinungen um die eigenen Ziele in den Vordergrund zu stellen. Weil wir eben doch nur im Rudel überleben können, scheint eine autonome und heterogene Gesellschaft nicht möglich. Schade! Oder täusche ich mich, weil gerade die heterogenen Gesellschaften gar nicht auffallen. Im Alltag findet dieses Leben statt, da bin ich mir eigentlich sicher. Doch wer kann es beweisen?

 

 

19. Juni 2020

Black Lives Matter (Schwarze Leben zählen)

Mitten in der Corona-Pandemie, mitten in einer Krise wo ein Virus die Menschen den Atem raubt im Übertragenen Sinn wie auch traurigerweise im wahren Sinne des Wortes gehen die Leute, nach langem zuhause sitzen auf die Strasse. Zu tausenden wird wieder Demonstriert rund um die Welt, trotz noch geltenden Massnahmen zur Eindämmung der unsäglichen Krankheit.

 

Ein zutiefst erschütterndes Video löste diese Massenproteste aus. Da wird ein Schwarzer Mann (für Europäer in einem fernen Land) auf brutale Art von einem weissen Polizisten ermordet. Neun Minuten soll er ihm auf dem Hals gekniet haben ohne damit aufzuhören. Noch nachdem er immer wieder sagte er kriege keine Luft und bestimmt auch noch nach dem er schon nichts mehr sagte. Mord! Eiskalt, berechnend und erzwungen! Ausgelebter Sadismus, den man in den fernen USA wohl immer wieder ausleben konnte ohne Konsequenz!? Auch die Polizisten die dabei waren und nicht einschritten, konnten ihre perverse Art im Schutze des Gesetzes ausleben?! Die Immunität der Polizei in diesem Land sehr fragwürdig. Dies brachte das Fass in den USA, wo die schwarze Bevölkerung seit mehr als 150 Jahren nach der Abschaffung der Sklaverei für ihre Rechte kämpfen muss, zum Überlaufen. Rassismus darf nicht mehr akzeptiert werden auch in der Schweiz nicht mehr. Da ist es nun also ethisch vertretbar alle momentanen Aufforderungen zu durchbrechen umso zu provozieren, dass die Polizei(Weiss?!) ja nicht einschreiten darf, weil die Schweiz so kein bisschen besser wäre als in Übersee?!

 

Schwarze Leben zählen! Noch vor gut zwei Monaten hiess es: Jedes Leben zählt auch alte und Risikogruppen.

 

Nun denkt frau/man also schwarz, weiss. Wo doch farbig so wichtig wäre auch gelb rot und grün.

 

Die Momentanen Regeln werden missachtet für ethische Rechte! Während andere die Regeln achten und so einige um ihre Existenz bangen.

 

Ich weiss es ist gut zu erkennen ich bin kein Fan von Demos und Kundgebungen. Es mag vielleicht demokratisch sein doch sozial und gerecht finde ich sie halt eben nicht.

 

 

 

Das ganze sehe ich so wie mein Titel dieses Blogs ja schon sagt:

Wo kommen wir her, (wo gehen wir hin)?

Was ist Rassismus eigentlich wissen wir das hier in der Schweiz? Wie wird es definiert. Aus meiner Sicht bezeichnet es eine mindere Rasse die lange ausgebeutet wurde weil sie nicht mehr als das Gemüt eines Tieres Besitzt. Die Kolonialmächte berechtigten sich selbst zu dieser Ansicht und profitierten von dieser Ungerechtigkeit mehrere hundert Jahre. Die Sklaverei wurde zwar abgeschafft aber die Definition, dass vorallem Schwarze niemals die gleichen Rechte wie privilegierte Weisse bekommen blieb, schliesslich sind sie ja von einfältigem Gemüt.

 

Da die Schweiz auch von diesen Grundsätzen profitierte auch ohne je eine Kolonialmacht zu sein, führt nun zur Debatte. Es stimmt ja auch, dass es Schweizer gab die sogar Massgeblich zum rassistischen Bild beitrugen. Ich denke da speziell an den berühmten Glaziologen Louis Agassiz der 1850 in einem Aufsatz die Theorie einer Rassenhierarchie, nach der dunkelhäutige Menschen eine niedrige, kulturunfähige Rasse darstellten, nur zu einfachen Arbeiten fähig seien und auch entsprechend behandelt werden müssten, aufstellte. Mit dieser Haltung verweigerte der sonst ja geniale Wissenschaftler die Realität der Evolutionstheorie von Darwin und wurde so zur Figur des Rassisten schlecht hin. Rassistische Organisationen argumentierten mit seinen Aussagen wie Beispielsweise der Ku-Klux-Klan auch bediente sich Hitler diesen Theorien. Vieles was auf seinen Namen deutet wurde auf der Welt unbenannt. In der Schweiz sollte eine Bergspitze unbenannt werden. Dies wurde abgelehnt.

 

Warum sind Namensänderungen oder auch entfernen von Statuen überhaupt nötig?

 

Mehr später.

 

Zum Anfang zurück, Agassiz weigerte sich also zu glauben der Ursprung sei bei allen der Gleiche. Nun nach heutigem Wissen scheint die Wiege des Menschen ja Afrika zu sein. Wir sind also alle aus dem gleichen Holz geschnitzt. Wir kommen also alle vom gleichen Ort her. Ausgerechnet aus dem schwarzen Afrika?! Durch unsere Wanderung hat sich unser Aussehen verändert angepasst an die Lebensumstände (eben Evolution). Wir kommen also alle von Afrika und meinen aber trotzdem noch immer wer Weiss ist, ist Gottes wirkliches Wohlwollen! Doch wenn die Rassen wirklich getrennt worden wären, hätten Weisse doch in Amerika gar nichts zu suchen. Natürlich auch in Asien und Australien nicht. Da wäre die Welt noch in Ordnung. Rot wo Rot, Grün wo Grün und Gelb wo gelb herkommt. Schlussendlich auch Weiss wo Weiss und Schwarz wo Schwarz. Weiss hätte keine „andersfarbigen Rassen“ mit seinen Ideologien und Krankheiten fast ausgerottet. Doch unsere Welt sieht anders aus. Rassismus wird ja heute nicht nur mit den Heimatberechtigten, definiert (Weisse und Schwarze sind ja meines Erachtens gleichermassen Amerikaner weil ja auch etwa gleichzeitig dort angesiedelt) sondern eben auch mit Fremdenhass. Rassismus wird nicht mehr nur über die Hautfarbe definiert sondern auch über die ethnische Zugehörigkeit. Hört man gerade in Afrika über grosse rassistische Gesinnung unter fast gleicher Farbe. Ja bekanntlich auch in Europa oder?

 

An diesen ganzen Aktionen die also Momentan auf der ganzen Welt laufen, kann ich nicht viel abgewinnen. Ich war noch nie in den USA (gestehe auch Momentan nicht das geringste Bedürfnis zu haben dorthin zu wollen) also kann ich die USA auch nur so beurteilen wie erzählt wird. Also wie die Leute ticken wie sie fühlen ist für mich nur mit Bild und Wort anderer Nachvollziehbar. Ich denke für viele die hier auf die Strassen gingen wahrscheinlich auch. Ein Mittlaufen, ein Mittschreien ohne Verantwortung ohne wirklich Ahnung! Denn es sollte nicht heissen Schwarze, sondern einfach Leben zählen! Von vielen Aktivisten die gegen Rassismus kämpfen hat man des Öfteren gehört es sollte allgemein nicht in Rassen unterteilt werden. Nun picken sie aber selber eine einzige Farbe heraus. Anders rum, hätten genau das, aber vielleicht einzelne Völker getan und die Gefahren besser erkannt wären sie vielleicht besser gewappnet gewesen gegen das ausbreitende Bleichgesicht!

 

Zugehörigkeit hat oft auch mit der eigenen Wahrnehmung zu tun. Soll es doch Schwarze geben in unserem Land die in unserer breitesten Landessprache erklären, es sei komisch wenn Schwarze Schweizerdeutsch sprechen.

 

Also liebe Demonstranten (Aller Gesinnungen) warum immer mit dem Strom die Strassen unsicher machen. Warum suchen wir nicht wirklich das Gespräch!

 

Warum wollen wir alles weghaben was Ungemach verbreiten könnte anstatt darüber zu sprechen. Lasst die Statuen doch stehen sie sprechen nicht nur dafür sondern im Auge des Betrachters auch dagegen. Wir teilen ein in Symbole des Guten und des Schlechten. Wird einem „Helden“ also ein Denkmal gesetzt ist es zu vernichten weil es seine guten Taten ehrt wo er doch mehr schlechtes vermittelte. Es kann doch aber auch zum Nachdenken und hinterfragen, ja zur Geschichtslehre dienen Mahnmale könnte frau/man sie nennen wäre eine eigenständiges Denken wirklich vorausgesetzt. Genau dasselbe bei Namen anderer Kulturen die Prinzipiell negativ behaftet seien. Neger, waren zu meiner Zeit einfach die heute schwarzen Menschen. Klar das Wort stammt aus der Sklavenzeit und die Menschen wurden verachtend so genannt vielleicht auch weil dieser Name ja eigentlich aus einer Region kommend. Vielleicht ja einfach Unwissen weil eben nicht alle Schwarzen vom gleichen Ort kommen. Ich jedoch fand es normal weil es für mich damals für Schwarze einfach keinen anderen Namen gab Schliesslich waren ja auch nicht alle wirklich Schwarz. Viel wichtiger, das habe ich später auf meinen Reisen gelernt, war wie etwas ausgesprochen wird. Es kann ganz gut ein noch so schönes Wort in einem Ton der Verachtung gesagt werden. Also das Negerli war in meiner Kindheit nichts Verwerfliches aber natürlich auch sehr fremd wir kannten sie fast nur aus Bildern. Kinder sind auch „gwundrig“, sie wollen alles wissen. Aus eigener Erfahrung gibt es Geschichten von meiner Südamerikareise. Mein Mann und ich sassen in einer Ecuadorianischen Stadt beim Mittagessen, beobachtet von einem kleinen Einheimischen Jungen. Plötzlich sprach er uns an mit der Feststellung wir seien Gringos (Gringos wurden eigentlich die in Südamerika stationierten US Soldaten beschimpft) wurde so aber zum (Schimpf)Wort für Weisse). Da kam eine Frau aus der Küche gerannt und tadelte den Jungen recht unschön. Das sage man nicht, dass ist Unanständig den fremden Gegenüber. Ich empfand dies jedoch nicht so. Ging es uns als Kind doch eben genau gleich mit unseren Negerli. Jedoch kam das Wort bei mir nicht immer gleich gut an, es war die Tonart wie es ausgesprochen wurde die mir missfiel. Ein Ton der das Wort davor nicht brauchte: Scheiss! Also scheiss Gringo. Ein anderes sehr eindrückliches Ereignis wiederum mit Kindern, hatten wir in einem entlegenen Dorf in Peru. Wir sind mitten in einen Kinderkarneval geraten und mussten natürlich mittanzen. Beobachtet ja sicher wir waren ja so anders. Die Kinder mussten uns einfach berühren, sie konnten nicht verstehen warum wir so staubig sind und dieser mit reiben nicht weggeht. Es war für mich die Erfahrung, dass anders sein auch Fragen aufwirft. Fragen die halt vielleicht auch beantwortet werden müssen und nicht nur einfach aus dem Gedächtnis gestrichen werden sollten.

 

Da sind ja auch noch die leidigen Produktebezeichnungen. Der Mohrenkopf der kürzlich plötzlich für rote Köpfe sorgte. Diskriminierend weil es ein Bezeichnung für ein Rasse sei. Früher war ja da noch der schwarze Kopf mit Krone wohlverstanden (Name Mohrenkönig), abgebildet. Doch hat dies wirklich mit Rassismus zu tun? Es ist eine durch und durch feine Süssigkeit. Der Name könnte so auch eine positive Botschaft tragen. Nämlich dem Wissenschaftlichen Fortschritt der Mauren und ihren damit mitgebrachten positiven und bis heute prägenden Einflüssen in Europa, insbesondere Spanien. Es könnte ja jetzt genau so genutzt werden wie es bei den Statuen nicht mehr anerkennt werden möchte, als Würdigung. Gleichgesetzt mit den Mozartkugeln die nie eine Diskriminierung sondern eine würdigende Erinnerung an den genialen Musiker ist.

 

Anstatt sich immer und immer über korrekte Wörter zu streiten wäre es Sinnvoller Taten zu folgen. Genauso wie es der Urheber auch sagte. Was nützt es den Menschen, ein Verbot von Namen wenn sie täglich ums Überleben kämpfen? Damit wir hier uns gut und günstig ohne schlechtes Gewissen Verköstigen können? Oft nicht einmal wissen wo die dazugehörigen Ressourcen herkommen.

 

Da es doch allen klar sein sollte woher wir kommen, nämlich von der gleichen Quelle sollten wir eigentlich wissen wohin wir gehen, trotz unserer Vielfallt, trotz unserer Individualität oder gerade deswegen!

 

 

 

Wohin steuern wir also?

An das Ende des Anthropozäns (des Zeitalter des Menschen)?

Anthropozän wird in manchen wissenschaftlichen Kreisen diskutiert. Kann ein Zeitalter definiert werden in dem der Zeitpunkt gar nicht richtig bestimmt werden kann. Das Zeitalter des Menschen bedeutet den Geologischen Einfluss auf unserer Erde. Wann begann er wirklich? Sicher scheint er findet statt. Kein Lebewesen zuvor konnte solchen Einfluss nehmen auf die Ökologie wie der Mensch. Ein Artenaustausch zum Beispiel fand in diesem Tempo seit dem auseinanderbrechen vom Superkontinenten Pangaea nicht statt. Lange waren Fauna und Flora so isoliert oder konnten sich nur über die lange dauernde Zeitepochen vermischen und weiterentwickeln. Der Mensch also gestaltet nun das Erdenbild in rasanten lumpigen paar hundert Jahren. Das Individuum hat es geschafft innert kurzer Zeit ein Bild zu schaffen das seinen Vorstellungen entspricht. Dabei geht es bei weitem nicht nur um die Zerstörung der Erde. Auch das Gegenteil findet statt. Der Mensch versucht die Welt zu retten, seine Welt. Der Einfluss der Industrialisierung, des Ressourcenverbrauchs führt zu Klimaveränderungen die sich negativ auf unsere Ökologie niederschlagen. Der moderne Mensch hat es in nur kurzer Zeit geschafft Flora und Fauna für seine Gunsten zu gebrauchen und auszubeuten. Viel zu schnell findet der Artenaustausch statt durch den Einfluss des Menschen. Mit den Eroberungen brachte er jeweils Lebensformen rund um die Welt die sich so in kürzester Zeit nie begegnet wären. Invasiv verbreiteten sich nun die Neuankömmlinge. Nicht nur Mensch, Fauna und Flora auch Krankheiten die so alle drei „heimischen“ Lebensformen bedrohten und noch bedrohen. Es war aber sicher nicht nur eine verderbliche Invasion. Durch die Gestaltung des Menschen entstanden allem Elend zum Trotz auch neue Lebensformen. Wälder waren lange prägend, mit der Abholzung von Wäldern entstanden Wiesen. Die eine wunderbare Artenvielfalt hervorbrachte. Ein Naturbild der Harmonie, das es ohne Menschen vielleicht gar nicht geben würde. Heute kämpfen wir wieder darum. Weil wir auch dieses heile Bild kaputtmachen mit Monokulturen und Giften. Das Artensterben nimmt zu da Lebensräume immer kleiner werden. Doch zerstören wir nicht einfach nur unser Ökologisches Bild unserer Erde? Wie sehe die Welt wirklich aus ohne den modernen Menschen. Entspräche es wirklich unserer Harmonischen Naturanschauung? Die Sars-CoV-2-Pandemie zeigt uns plötzlich wie verletzlich wir sind. Hinterlässt für mich aber auch den Eindruck um keinen Preis die Kontrolle zu verlieren, hüben wie drüben. Die Pandemie hat Begehrlichkeiten geweckt aber auch Wörter manifestiert die wohl für diese Zeit prägend sind. Sei es Systemrelevant, Social Distancing, Contact Tracing, (Masken)Pflicht und und und. Ein Wort will ich hier aber herausnehmen: Paradox! Die Krankheit verursachte genau dies, viel Widersprüchliches was nicht erklärbar ist. Wir tragen es nun immer weiter über die Pandemie hinaus!

 

Noch ist es mit der Krankheit verknüpft. Die Vorsichtsmassnahmen zu spät (Grenzen hätten früher geschlossen werden sollen besonders zu China), so wäre die Pandemie ganz zu verhindern gewesen, nur hätte niemand gewusst ob es überhaupt eine gegeben hätte. Maskenpflicht statt Abstandsregeln und zuletzt wohl eine Abschottung sämtlicher Mikroorganismen.

 

Besser Demokratie und Eigenverantwortung als Vorschriften von Bund und Gesundheitsamt.

 

Paradox nun auch die neuste Entwicklung. Der Ethik wegen werden Verbote umgangen und so auch akzeptiert. Während andere Wirtschaftlich ums nackte Überleben kämpfen, weil sie sich an die Vorschriften halten. Womöglich werden verantwortungslos sogar Menschenleben geopfert?!

 

Paradox auch: Einerseits fordert vorwiegend die urbane Gesellschaft die ihre Anonymität zu lieben scheint, dass gefälligst nicht gefragt wird (Wer wie und von wo?) andererseits bemängelt sie das nicht gehört zu werden und die Einsamkeit der Anonymität.

 

Die Wirtschaft muss laufen die Mäuler gestopft aber bitte nicht auf Kosten der Natur!

 

Paradox war das Individuum Mensch wohl immer. Aber so deutlich wie die Coronakrise wurde das kaum einmal vor Augen geführt.

 

Das Anthropozän wird womöglich zu Ende gehen bevor es wirklich begonnen hat. Es wäre das mit Abstand kürzeste Zeitalter, das die Menschen eruieren konnten. Für die Nachwelt vielleicht eh nicht mehr relevant da Zeitalter und Epochen vielleicht gar nicht mehr interessieren. Den Zeit und ihre Erforschung ist alleine dem modernen Menschen zuzuordnen er ist bis heute wohl der einzige, der dies interessiert.

 

Massensterben im Voraus, Kosmischer Einflüsse liessen die Saurier in ihrer Grösse verschwinden.

 

Es scheint sich irgendwie wieder so etwas anzubahnen. Massensterben kosmisches und irdisches Ungleichgewicht. Wieviel aber dabei wirklich nur dem Menschen zuzuschreiben ist doch eher schwierig zu Sagen. Die grosse Ausbreitung des Menschen jedoch ist unbestritten und zerstören wird er sich wohl selbst.

 

Dem modernen Menschen gleich ein Zeitalter zu widmen scheint also doch eher etwas vermessen.

 

Vielleicht wäre eine Umbenennung unserer Spezies ausreichend, falls es die Nachwelt noch interessieren würde:

 

HOMO SAPIENS PARADOXUM ;-)

 

 

28. August 2020

Was ist bloss los mit dem Homosapiens 2020?

Mein Stand heute: Ich bin zusehends verwirrt! Sollte ich wohl den Fernseher verkaufen die Zeitung kündigen, mein Computer und Smartphone verschrotten. Informieren kann ich mich ja direkt wenn’s wichtig ist. Zum Beispiel betreffend Abstimmungen. Das dazugehörige Material ist ja meist sehr präzise im dafür und dagegen. Da muss ich mir keine zusätzliche Propaganda reinziehen. Was ist aber mit der COVID19-App die ich installiert habe? Also das Smartphone muss ich unbedingt behalten. Alle sonstigen Apps die mir versuchen noch andere Informationen zu liefern deinstallieren! Höchstens noch den Busfahrplan behalten. Aber halt den brauche ich auch nicht mehr. Ich bin ja nun nicht mehr informiert weiss nicht ob ich noch eine Maske tragen muss und überhaupt was zu tun ist. Also brauche ich diese App auch nicht mehr. Falls ich eine Maske bräuchte zum Einkaufen würde ich das ja an Ort sehen. So hab ich in Zukunft einfach immer eine dabei und kann dort ja jederzeit auch wieder welche kaufen. Falls ich doch ausnahmsweise spontan den Bus nehmen möchte hätte ich die so auch dabei. WhatsApp deinstalliere ich auch gleich da wollen mich meine Liebsten und auch weniger Liebsten eh nur über Unsinn informieren. Ganz wichtiges geht auch per Anruf oder ausnahmsweise per SMS. Den Computer brauch ich noch zum schreiben, gestalten und planen. Jedoch das Internet, weg! Und so hat hier meine Blog ein Ende… HAAALT! Auch wenn meine Blogs selten jemand liest ich möchte meine Homepage behalten und bearbeiten Also Internet brauche ich auch. Ganz einfach, Google nur noch nach Wörtern für meine Texte ansonsten lasse ich die Finger von allen Informationen. Mails sind schnell gelöscht wenn ich finde sie dienen nur der Information über Gott und die Welt.

 

„Was ist denn mit dieser Homosapiens los?“ denkst du und schüttelst den Kopf! Versteh ich!

 

Also ich habe hier meine Verwirrung nun preisgegeben. Natürlich suche ich nun nach einer Erklärung. Ganz einfach im Moment werden wir doch mit Informationen bombardiert, mit Meinungen zugetextet und Schlussendlich hat frau das Gefühl, nicht mehr zu wissen als vorher. Es trägt alles höchstens zur Angst bei. Oder nicht?

 

Wir sind doch heute so gescheit, wir haben so viel erreicht, wir sind nahe dran sogar die Schöpfung mitzugestalten. Doch wenn es ums Eingemachte geht scheint unser Wissen doch nicht ganz so unantastbar. Gerade Viren und Bakterien stellen uns immer wieder auf den Prüfstand und ganz ehrlich ich habe es satt immer zu hören wir wissen noch zu wenig aber wir müssen dies und das tun um zu überleben. Oder vielleicht besser gesagt was wir nicht tun sollten. Ständig werden wir ermahnt, was wir alles falsch machen. Aber sorry die Ausdrücklichen Forderungen unserer Wissenschaftler nimmt mir langsam den Atem, die Lebenskraft. Ich kann es bald nicht mehr hören, wenn das eintrifft wovon die Wissenschaftler warnten, sich aber etwas nicht bestätigt sofort der Ruf kommt wir wissen noch zu wenig!

Du kannst dir selbst eine Meinung bilden, klar!

 

Ich bekunde immer mehr Mühe das die Einstellung mancher Menschen einfach die ist wenn zwei das Gleiche tun ist es nicht dasselbe. Wenn ich das Gefühl habe mir will jemand erklären sie/er sei ungerecht behandelt worden, wo sie/er genau das getan hat was sie/er vom anderen genau nicht toleriert. Kompliziert? Ein Beispiel Gewalt. Gewalt führt oft zu Gegengewalt diese wird gerne als solidarischer Akt gerechtfertigt. Dies ist nur ein Beispiel ich könnte noch zig weitere aufführen.

Du kannst dir selbst eine Meinung bilden, klar!

 

Da gibt’s noch die Geschichte mit der Geschichte. Die Stellung der Frau in der heutigen Zeit ein überaus wichtiges Thema und so unbedingt auch in der Geschichte zu erwähnen. Jetzt haben doch tatsächlich Archäologen herausgefunden, dass eventuell Frauen in längst vergangener Zeit auch als angesehene Kriegerinnen gelebt haben. Durch unsere genialen Techniken können wir so viel Verborgenes herausfinden. Eben zum Beispiel das in Wikinger- Gräber Krieger bestattet wurden die an den Grabbeigaben sehr Einflussreich gewesen sein mussten. Besser gesagt es waren eben Frauen! Trotz alle dem scheinen es nur Spekulationen zu sein. Wie und was sie wirklich getan und nicht getan haben Was nicht ist darf doch fast nicht sein oder vielleicht doch und wir sind heute einfach Einfältiger. Es ist unheimlich schwierig auch für den heutigen Homosapiens in eine Welt zu blicken die sie/er nicht genau jetzt mit allen Sinnen wahrnehmen kann. Das heisst fast nicht vorstellbar das es einmal eine Zeit gab wo vielleicht das Gender-Dasein gar keine grosse Rolle spielte. Ein Beispiel ist ja auch noch, dass wir nach Planeten suchen, die ähnlich aufgebaut sind wie die Erde, weil wir nur so Leben vermuten. Leben bei 1000°Celsius oder ohne Sauerstoff ist natürlich unmöglich! Warum? Weil kein Mensch über eine Vorstellungskraft verfügt die ausserhalb unserem Daseins existiert. Weil auch der Homosapiens 2020 nur ein Mückenschiss ist in diesem Vergangenen im Gegenwärtigen und im Zukünftigen sowie auf unserer Erde und im Universum.

 

Der Homosapiens 2020 überschätzt sich meiner Meinung nach gewaltig.

 

Du kannst dir selbst eine Meinung bilden, klar!

 

 

 

Der eine kleine Mückenschiss (ich) kann sich natürlich niemals von Informationen und deren „Infrastruktur“ trennen.

 

 

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