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Rückblick Wo. 11 / 09.03. - 15.03.2020

Im Wochenrückblick schreibe ich frisch von der Leber was mich in dieser Woche beschäftigt. Der Montag der  Woche 12 hier noch inklusive.

Wir befinden uns im Krieg...

...im Biokrieg! Hätte jemals jemand für möglich gehalten, dass unser rasantes Leben plötzlich stillsteht? Dass, Werte die in unseren Gegenden immer so hoch gelobt wurden plötzlich als Gesundheitsschädigend, ja gar als Todbringend, gelten. Sozialkontakte pflegen, nicht zu Hause vor den PC sitzen, Sport treiben. Generationen verstehen und Hilfe anbieten, Grenzen und Herzen öffnen. Nun werden wir zu Hause eingesperrt. Kollektiv und ohne Erbarmen! Die Solidarität ist riesig alle verstehen es! Die Gesundheit geht vor und wenn wir alle nicht zusammenstehen können wir den Kampf gegen dieses unsäglich böse Virus bekämpfen.

Einen Gang runterschalten täte uns gut, hiess es immer mal wieder! Aber eben gar nicht so einfach. Das Leben pulsiert global und unaufhaltsam... bis jetzt... ganz langsam hat man das Gefühl die Erde höre auf sich zu drehen. Jetzt müssen alle beweisen, dass dies möglich ist!

 

Zurück zu den Werten. Noch gar nicht so lange her, da befanden viele Menschen bei uns, dass es gar nicht geht, wenn andere Kulturen verweigern die Hand zur Begrüssung zu reichen. Den Kinder Anstand einzutrichtern eines unserer grossen Gebote. Wehe, die Schüler gaben ihrer/ihrem LehrerIn die Hand nicht zum Gruss. Das gleiche gilt für die Grosseltern, dies ist in den meisten schweizer Familien schon fast heilig. Grosi und Grosätti gibt der/die EnkelIn die Hand!

Die Kinder mussten zu mehr Bewegung und mehr Sozialkontakte bewegt werden. Damit sie sich zu Hause nicht hinter Videospielen und Fernsehen verstecken, eine Aufgabe die oft thematisiert wurde. Weil genau diese Sachen auf die Dauer krank machen.

Alte Leute abschotten und ihnen die Gesellschaft verweigern. Oft wurde genau die Lebensweise der Italiener gelobt indem sie die Familiengemeinschaft leben. Die alten Leute nicht in Heime abschieben. Abschottung und Einsamkeit macht uns krank.

Doch wir haben einmal mehr die Rechnung ohne die Natur gemacht.

Sieht man nun die Auswirkungen erweist sich genau all Das als falsch. Nur eine mindestens dreimonatige Sperre, am besten von allem kann uns jetzt noch retten. Wer gesund bleiben will bleibt zu Hause schon länger der Tipp aber noch ohne Zwang. Aber eben da gibt es wohl viele die solche Situationen genau ausnutzen. Das Gemotze ist schon da. Wer im Büro arbeiten muss findet dies unverantwortlich vom Chef. Er/sie möchte zu Hause arbeiten. Arbeiten?

 

Die sukszessiven Masnahmen für mich beinahe lächerlich. Die Reihenfolge der Massnahmen gerade verkehrt. Als erstes hätten die Grenzen zu China geschlossen werden müssen! Kein Einlass mehr in Europa oder zumindest nur wer getestet wurde. Das Bargeld ewig nie ein Thema, dass schmutzigste überhaupt!

Gruppen werden verboten! Nach und nach soll das Leben draussen verboten werden! Nur noch Einkäufe von Lebensmitteln oder Medikamenten möglich. Der alleinige Spaziergang wohl auch noch nicht gestattet wohl aus Solidarität!

Bald wird in ganz Europa das Leben also stillstehen, stillstehen für etwas das wohl in kürzerer Zeit seinen Höhepunkt erlebt und danach langsam abschwächt. So oder so!!!

Was genau erzählen nun Eltern ihren Kindern, was Anstand und Hygiene bedeutet, wenn Abstand gewahrt werden muss. Wie ergeht es Menschen die vielleicht aus irgendwelchen Gründen schon ein isoliertes Leben führen, dennoch ihre Freude finden an Veranstaltungen und Treffen. Einsperren ist mitunter glaube ich das schlimmste gerade für uns Europäer. Jetzt herrscht vielleicht noch Solidarität aber die Geschichte zeigt auch auf das Angst, Aggressionen schürt. Das praktische ist, es muss nun nicht hingeschaut werden. Hinter die Türen wo sich immer etwa wieder auch ein Drama abspielt. Gerade weil vielleicht ein soziales Leben aus welchen Gründen auch immer nicht möglich war.

Ist der Mensch nun einfach lieb geworden, nur weil für Solidarität appelliert wird? Wie lange wird die Zwangsquarantäne für alle dauern. Es wird bis Ende Mai damit gerechnet. Die wirtschaftlichen Konsequenzen werden schon aufgezeigt aber was ist mit den Zwischenmenschlichen. Zwei, drei Monate eingesperrt das ist kein Problem das ist eine kurze Zeit wenn es der Gesundheit dient! Zwei, drei Monate können aber lange sein, lange um verrückt zu werden weil die sozialen Kontakte so immens wichtig sind. Lange genug also um krank zu werden.

Wird es den ganzen Aufwand um eine bestimmte Krankheit Wert sein? Einen vielleicht viel grösseren Scherbenhaufen danach wieder aufzuwischen. Wie viele Menschen werden an der Folge der Isolation sterben oder Schäden davon tragen? Wir werden es wohl nie erfahren. Den die Teppiche auf unserer Welt (das zeigt schon die weltweite Statistik der Coronafälle) sind gross genug um so einiges unter selbe zu wischen.

Das Bild, das sich bei mir eingeprägt hat, stellte mir die Haare zu Berge. Während nun der ganze Mobile Verkehr lahmgelegt wird, landet ein Flieger in Italien und eine Gruppe Chinesen steigen aus, Ein Bild wie bei einem Staatsbesuch. Es sind Profis die nun helfen wollen die Lage in Italien in den Griff zu bekommen. Die Brandstifter also helfen das Feuer löschen!

 

 

Freitag der 13!

Der Bundesrat trifft schwerere Massnahmen. Nicht so rigoros wie in anderen Ländern oder dem Kanton Tessin. Jedoch wird das Leben nun schon drastischer eingeschränkt. Restaurants dürfen nur noch maximal 50 Personen bedienen. Skigebiete müssen schliessen. Keine Gruppen mehr mit mehr als 100 Personen.

Leider halten sich viele nicht an die Anweisungen. Auch in strengerer Hinsicht gesehen. Kantone verordnen selbständig strengere Massnahmen ähnlich dem Tessin. Das unterbindet ein Stück weit die Kompetenzen des Bundesrates.

Montag 16. März

Der Bundesrat spricht die Notlage aus. Nun wird abgeriegelt. Grenzen überall geschlossen. Es dürfen nur noch Menschen der Arbeit wegen unter strengen Kontrollen pendeln. Das Militär wird zur Mithilfe aufgeboten. Eine Generalmobilmachung wie seit dem zweiten Weltkrieg nicht mehr! Alle Fest- und Vereinsaktivitäten werden verboten! Es wird darauf hingewiesen das Hygiene Vorschriften strickte einzuhalten sind. Hände waschen, Hände waschen! Für Risikogruppen gilt eigentlich die totale Isolation. Es will um jeden Preis verhindert werden, dass die Intensivstationen so stark überfüllt werden, dass es zum Kolaps kommt wie in Italien.

Das Virus kann nicht gestoppt werden es hat die Grenzen längst überschritten! Es muss nun einfach verlangsamt werden, damit es eben nicht eskaliert in Spitäler und nicht plötzlich Menschen sterben weil kein Platz mehr ist für ihren Notfall.

 

Souveräner Bundesrat

Diese Medienkonferenz des Bundesrates war für mich top! Immer noch fordern Gruppen noch strengere Massnahmen, doch der Bundesrat bleibt hart. Halten wir uns jetzt wirklich an die Vorschriften müssten die doch eigentlich reichen bis zum geforderten 19. April. Denn ich nehme an, dass der Verlauf der Krankheit nicht länger dauert als vier Wochen. Es wäre wirklich wünschenswert, ansonsten wie schon erwähnt wird unsere Wirtschaft und unser soziales Leben und Denken an die Wand gefahren!

Forscher fordern immer wieder mehr Zusammenarbeit. Aber hat man alles ein bisschen verfolgt fordern sie immer gerade das was nicht umgesetzt wurde. Sie streuen für mich immer noch mehr Verunsicherung als wirkliche Hilfe. Sie erwähnen Länder die wenig Tote haben und so wohl alles richtig machen. Kennen sie die wirklichen Zahlen? Wieviel ist manipuliert? Ich denke immer wieder an Russland, Syrien ja sogar die USA. Stimmen all die Zahlen? Ist es wirklich nur das Fehlen der Tests oder wieviel würde auch so unter den Teppich gewischt? Statistiken und Zahlen können ja auch das Gegenteil auslösen. Sähen wir nun die wirkliche Zahl infizierter würde die Mortalitätsrate prozentual sinken und die Vorschriften wieder weniger eingehalten werden oder sogar verweigert.

 

Ich bin unheimlich stolz auf unseren Bundesrat und eigentlich müssten diese Massnahmen ja jetzt wirklich greifen, hört man Virologen und Epidemiologen zu und verfolgt man den Vorträgen wie so Viren funktionieren!

 

Die Regierung vermittelt mir so, die Hoffnung, dass nach dem 19. April die scharfen Bestimmungen eher wieder etwas gelockert werden könnten. Damit wir nicht alle durchdrehen! Hoffen wir auch noch, dass die KMU's auch richtig entschädigt werden und gezeigt wird, dass man nicht nur Milliardenhilfe an Banken sprechen kann.

 

Könnten wir das alles so durchziehen, gingen wir vielleicht wirklich gestärkt aus dieser Krise und man könnte sagen, was jetzt so Absurd tönt, auch diese Krise hatte ihr Gutes.

 

 

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